Gesund aufwachsen und leben in Oldenburg

Gesunde-Städte-Netzwerk: Im Rahmen des Förderprogramms der Techniker Krankenkasse (TK) „Mehr Gesundheit für alle – vom Aufwachsen bis ins hohe Alter!“ wurde ein Kooperationsvertrag mit der TK, der Stadt Oldenburg-Gesundheitsamt und dem Stadtsportbund Oldenburg e.V. unterzeichnet. Grundlage dafür ist das im Jahr 2015 verabschiedete Präventionsgesetz, das gesetzliche Krankenkassen dazu verpflichtet, mehr für die Gesundheitsvorsorge in sogenannten „Lebenswelten“, also bei den Menschen vor Ort, zu tun. Oldenburg ist damit bundesweit die erste Stadt, die ein solches Förderprogramm umsetzt.

Das Projekt „Gesund aufwachsen und leben in Oldenburg“ umfasst zwei Projektstränge. Zum einen sollen besonders die 6 bis12-jährigen im Fokus der Gesundheitsförderung stehen, hingegen fokussiert der zweite Projektstrang als Zielgruppe die Senioren. Zur Umsetzung des Projektes wird eine Projektkoordinierungsstelle innerhalb des Stadtsportbundes gefördert: Dr. Kirstin Buhl, Infos zur Person und Kontaktdaten finden Sie < hier >.

Ziel des Projektes ist es, für alle Beteiligten erkennbar Gesundheit zu fördern sowie vorhandene Strukturen zu ändern bzw. neu aufzubauen, um gesundheitsfördernde Verhältnisse zu schaffen. Ein großes Anliegen besteht hier in der freiwilligen Selbstorganisation – die Politik nennt das Partizipation - und dem damit verbundenen Mehrwert für die Oldenburger Sportvereine.

Um gemeinsame Ziele zu erreichen, ist zudem eine Vernetzung im Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen erwünscht, da Vorhaben, die in kommunale Gesamtstrategien integriert sind, die Nachhaltigkeit gesundheitsförderlicher Städteentwicklung erhöhen. Das Projekt wird bis zum 31.12.2021 von der TK gefördert. 

Bildquelle: www.gesunde-staedte-netzwerk.de

Color your life - Filmworkshop

Es handelt sich um ein kreatives Gesundheitsprojekt an Oldenburger Schulen ab Klasse 8 zur Stärkung des präventiven Gesundheitsbewusstseins Jugendlicher und soll die Wahrnehmung „des Gesundheitsverständisses“ aus der persönlichen Lebenswelt der Jugendlichen veranschaulichen. Was bringen Schüler*innen mit dem Begriff "Gesundheit" in Verbindung. Durch eine professionelle mediale Begleitung sowie einer kleinen Einführung in das Thema durch eine Präventionsexpertin erhalten die Jugendlichen im Rahmen eines Workshops die Möglichkeit einen Film zu produzieren und das eigene Gesundheitsverständnis kreativ in Szene zu setzen. Initiiert wurde das Projekt von der hkk Krankenkasse, dem Stadtsportbund Oldenburg e. V. und den Filmemachern und Medienpädagogen vomhoerensehen. Weitere Informationen können Sie in der Projektskizze nachlesen < Download >. Im Pilotprojektjahr 2016 wurden zahlreiche kreative Kurzfilme erstellt und auf einer eigenen Kinopremiere geladenen Gästen im CineK vorgestellt. Die Filme können Sie sich unter < diesem Link > ansehen. Weitere Infos zur Abschlussfeier finden Sie in der Presseinfo < Download >.

Das Medienunternehmen „vomhörensehen“ ist 2016 mit dem Bundespreis „Kultur- und Kreativ-Piloten“ ausgezeichnet worden. Soziale und nachhaltige Medienprojekte zusammen mit den Menschen, für die diese gemacht sind, stehen für die Inhaber Lars Kaempf und Eiko Theermann im Vordergrund. Das Gesamtkonzept wirkt und zeigt das sprühende Engagement für das Medium Film bei den teilnehmenden Jugendlichen.

Plakat Integratives Sportabzeichen mobil

Integratives Sportabzeichen

„Der Stadtsportbund (SSB) Oldenburg startete im Jahr 2015 in Kooperation mit örtlichen Sportvereinen in den Stadtbereichen das Projekt „Integratives Sportabzeichen“. Dazu wurde das Stadtgebiet mehrere Bereiche aufgeteilt.

An jeweils vier Terminen soll es in den Stadtbereichen Trainingseinheiten und die Abnahme der sportlichen Leistungen für das Sportabzeichen geben. Im Vorfeld der technischen Disziplinen soll der Schwimmnachweis erbracht werden.

Schwerpunkte / Innovativ sind folgende Komponenten:

  • Es sollen besonders Mitbürger mit Migrationshintergrund generationsübergreifend angesprochen werden. Dazu werden gezielt Migrantenorganisationen als Kooperationspartner angefragt und beteiligt. Hierbei handelt es sich um eine Veranstaltung für Migranten und Nicht-Migranten, gewünscht ist eine Vermischung aller Bevölkerungsgruppen und ein Miteinander Sport treiben.
  • Nicht-Vereinsmitglieder bekommen so die Möglichkeit, ihre Fitness zu testen und durch Beteiligung der ortsansässigen Vereine vor Ort mit Prüfern des Stadtsportbundes als auch vereinsinternen Sportabzeichenprüfern und aushelfende Übungsleiter, die Sportangebote wahrzunehmen.
  • Durch die dezentrale Durchführung des Angebotes wird eine Standortstärkung und Attraktivitätssteigerung für den Stadtteil angestrebt und erwartet, insbesondere weil Werbegemeinschaften und Netzwerkpartner sich einbringen können. Dabei ist eine Teilnahme unter betriebssportlichen Aspekten in Betracht zu ziehen. Auch Schulen können ihre Lerninhalte im Sportfach darauf ausrichten. Zum einen können / sollen Schüler/-innen im Vorfeld trainieren, zum anderen können geneigte Schüler/-innen der höheren Klassen erste Aufgaben verantwortlich im ehrenamtlichen und sozialen Bereich übernehmen. Hierdurch sollen sowohl das Selbstbewusstsein der Schüler/-innen gestärkt und unterstützt werden, als auch Berührungsängste und mögliche Vorbehalte gegenüber fremden Kulturen abgebaut werden.
  • Es handelt sich um ein mobiles Projekt, d.h. „ist euch der Weg zu weit, kommen wir zu euch, um euch zu motivieren und mobilisieren“. Das Projekt „Integratives Sportabzeichen“ findet parallel zu den Terminen im Marschwegstadion statt. Es werden mobile Termine in den Stadtteilen angeboten, wobei ausdrücklich ein Partizipieren in anderen Stadtbereichen als auch den bereits vorhandenen Abnahmeterminen im Marschwegstadion aufgrund bereits vorhandener privaten, schulischen oder beruflichen Kontakte möglich und erwünscht ist. Gerade in der Migrationsarbeit ist das Phänomen der regionalen Verbundenheit („wir bleiben im Stadtteil“) weit verbreitet. Dieses kann und soll aufgeweicht werden und eine offene Einstellung für das gesamte Stadtgebiet erreicht werden.“
Grußwort des Schirmherrn, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann < Download >
Intergratives Sportabzeichen Projektflyer < Download > und Termininlay 2017 < Download >
Turnendes kleines Mädchen

Sportgutscheine für die ABC-Schützen des Schuljahres 2016/2017

Der Ausbau der Ganztagsschulen ist in Niedersachsen mitten im Gange. In den nächsten 10 bis 15 Jahren wird es auch in Oldenburg dadurch zu einem grundlegenden Strukturwandel in der Schullandschaft kommen, der sich auf die Jugendförderung der Sportvereine auswirkten wird. Das Zeitfenster für den Vereinssport außerhalb der Schule wird kleiner und die Konkurrenz um Hallenzeiten könnte sich ohne Kooperationsmodelle verschärfen. In 2016 erprobt der Stadtsportbund gemeinsam mit engagierten Mitgliedsvereinen ein neues Modellprojekt - Sportgutscheine für Erstklässler. Die diesjährigen Schulanfänger werden in der Zeit vom 03. August bis zum 01. Dezember 2016 zum viermonatigen kostenlosen Sporttreiben eingeladen. Mit dem Projekt soll der zunehmenden Digitalisierung des Alltags durch Smartphones, Computer, Spielekonsolen sowie Fernseher und dem damit verbundenen Bewegungsmangel der Kinder entgegengewirkt und die Begeisterung für sportliche Aktivität angeregt werden. Den Schülerinnen und Schülern wird ermöglicht, die Anbindung an die Sportvereine und das selbstorganisierte zivile Engagement außerhalb von Schule und Familie kennen und schätzen zu lernen. Gefördert wird die Aktion aus Mitteln des Landes Niedersachsen. Die Schirmherrschaft hat Herr Oberbürgermeister Krogmann übernommen. Zum Projektstart erhielt jeder der knapp 1.400 Oldenburger Erstklässler zum Schulstart den sportlichen Willkommensgutschein samt einer 25-seitigen, mehrsprachigen Infobroschüre überreicht, die mehr als 50 sportliche Angebote enthält. Die Mehrsprachigkeit unterstreicht im Speziellen auch die Einladung zur Beteiligung an Familien mit Migrationshintergrund. Gerade der Sport verbindet Menschen über Kulturen, Nationalitäten und Religionen hinweg und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. 

Infobroschüre Sportgutscheine für Erstklässler 2016 (PDF)

Auf unserer Homepage unter Vereinsservice/Schule und Sportverein erfahren Sie mehr zur Kooperation Schule und Sportverein

Machen Sie mit!

Tag des Ehrenamtes

Am 18. September 2015 feierte der Stadtsportbund Oldenburg e. V. erstmalig seinen „Tag des Ehrenamts“ im Hüppe-Saal des Horst-Janssen-Museums. Geehrt wurden Personen, die sich durch eigenes ehrenamtliches Engagement für den Oldenburger Sport oder durch die Förderung des Ehrenamtes besonders verdient gemacht haben. Unter anderem wurden gemäß der Ehrenordnung des Landessportbundes in einem Festakt die Ehrennadeln in Bronze, Silber und Gold verliehen. Mit geladenen Vertretern aus Politik, Sport, Gesellschaft und Verwaltung wurde dieser Fest­tag zu einem besonderen Tag für die Geehrten und in geselliger Runde ließen alle den Tag ausklingen. Das Oldenburger Ehrungs-Event wurde öffentlichkeitswirksam in die bundesweite „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) gelegt. Viele Menschen aus Politik und Wirtschaft zählen zu den jährlichen Gratulanten der Jubiläumswoche.

Im Herbst 2017 wird der Tag des Ehrenamtes zum dritten Mal durchgeführt. Am 14.03.2016 wurde auf dem Stadtsporttag für die Fortführung der Engagement-Anerkennungskultur in Oldenburg eine eigene Ehrungsordnung verabschiedet. Wir freuen uns auf eine weitere gelungene Veranstaltung. Die Ehrungsordnung finden Sie hier.

Hände

OLaF - Oldenburg aktiv für Flüchtlinge

Die Gemeinschaft der Vereinssportler war seit jeher eine vom Ehrenamt getragene Solidargemeinschaft! Integration durch Sport ist ein zunehmend wichtiges Thema und wird vom Landessportbund durch Förderprojekte unterstützt, so auch das neu vom Stadtsportbund ins Leben gerufene Projekt OLaF. Übergeordnetes Ziel ist die Etablierung des organisierten Sports als ein wichtiger Akteur in der integrativen Arbeit mit Flüchtlingen in Oldenburg. Die Oldenburger Sportvereine sollen im Rahmen des Projekts "Starthilfe" für ihr Engagement erhalten und in die Lage versetzt werden, nach Projektende eigenständig weiter zu agieren. Der Stadtsportbund Oldenburg hilft den Vereinen zusammen mit dem Landessportbund Niedersachsen, passgenaue vereinseigene Lösungen für die Einbindung von Flüchtlingen und Asylsuchenden zu entwickeln. Dies dient der Stärkung des sozialen Profils eines Vereins, der Gewinnung von neuen freiwilligen Engagierten und langfristig auch der Mitgliedergewinnung, sowohl direkt, als auch durch die damit verbundenen Synergien. Für Flüchtlinge bietet sich so die Möglichkeit, Sprache, Menschen und "Alltagswelt" in Deutschland über den Sport kennen zu lernen. Die Starthilfe des SSB besteht unter anderem aus der fachlichen Beratung rund um das Thema Flüchtlinge/Asylsuchende (evtl. Checkliste, Kontaktvermittlung, Rechtliches usw.) und über den Landessportbund aus der finanziellen Unterstützung über die Module 1. Sportkleidung & Ausrüstung, 2. Transportkosten, 3. Veranstaltungen, 4. neue Sportangebote, 5. Sonstiges.

Parallel zu den Förderprogrammen des Landes ist zusätzlich und unbürokratisch ein Oldenburg-internes Fördersystem eingerichtet worden, das im Rahmen der Sportförderrichtlinie der Stadt Oldenburg von Sportvereinen abrufbar ist. Je nach Gegebenheiten helfen auch neue, niedrigschwellige Schnupperangebote. Denkbar sind zudem Aktionen direkt auf dem Gelände von Flüchtlingsheimen. Durch erste Begegnungen können Wünsche und Bedürfnisse der Flüchtlinge und Asylsuchenden berücksichtigt werden. Eine Vernetzung mit den Kommunalen Gemeinschaftsunterkünften, in denen Flüchtlinge und Asylsuchende zunächst untergebracht sind, aber auch mit anderen wichtigen Akteuren in der Integrations- und Migrationsarbeit soll gefördert werden. Die Ausgaben, die für eine adäquate Umsetzung notwendig sind, können dann kalkuliert und im Rahmen von OLaF beantragt werden. Den Förderantrag erhalten Sie hier als PDF-Datei.

Grußwort des Schirmherrn, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann < Download >
Den Videofilm zum Projekt finden Sie unter < diesem Link >