Frauen verschiedener Nationalitäten lernen zusammen
Aus der NWZ vom 25.11.2009
Projekt: Ausbildung zu Übungsleiterinnen –
Eine Kooperation von TuS Bloherfelde und Universität
Für Oldenburg ist es eine Premiere: Bei TuS Bloherfelde läuft zurzeit eine Ausbildung von Frauen verschiedener Nationalitäten zu Sportübungsleiterinnen mit Abschluss einer C-Lizenz. Die vom Landessportbund (LSB) finanzierte Maßnahme zur Integration steht im Zusammenhang mit dem vom Bundesgesundheitsministerium gefördertem und von Professor Dr. Thomas Alkemeyer (Universität Oldenburg, Institut für Sportwissenschaft) geleiteten Projekt „Migration und Mobilität – für mehr Bewegung im sozialen Raum“.
Sie richtet sich an Frauen mit Migrationshintergrund, die aufgrund ihrer besonderen Lebenssituation in der Regel nicht die üblichen Angebote zur Übungsleiter-Ausbildung wahrnehmen würden. Deshalb wurden von der Uni Oldenburg die Projektkoordinatorin Rea Kodalle und vom TuS Bloherfelde Susanne Möller Initiativ und regten an, die Ausbildung in Oldenburg anzubieten. In Niedersachsen gab es solche Maßnahmen bisher nur in Lüneburg und Peine. Der Stadtsportbund, vertreten durch Lehrwart Frank Sierach, stellte den formalen Kontakt zum LSB her.
13 Teilnehmerinnen aus 10 Ländern werden in 120 Stunden ausgebildet. Die Frauen kommen zum Beispiel aus Mexiko, der Elfenbeinküste, aus Kasachstan und dem Iran. Alles gegann mit einem Erste-Hilfe-Kurs bei den Maltesern. Eltliche der Frauen, die auch Mütter sind, konnten dadurch, dass nur vormittags gearbeitet wird und eine von der Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten garantierte Kinderbetreuung stattfindet, überhaupt mitmachen. Ferner haben die Schulen des Schulzentrums Eversten dadurch wichtige Unterstützung geleistet, in dem sie freie Hallenkapazitäten zur Verfügung stellten.
„Es ist hier durch konsequente Zusammenarbeit unterschiedlicher Parteien in kurzer Zeit etwas auf die Beine gestellt worden, das für andere eine Vorreiterrolle spielen kann“, urteilt Frank Sierach.